
Muttertät: Körperbild und Essverhalten im Übergang zur Mutterschaft
Mutter zu werden verändert vieles – oft schon mit Beginn der Schwangerschaft.
Ich habe diese Phase selbst besonders widersprüchlich erlebt. Die Gleichzeitigkeit der Gefühle hat mich an vielen Tagen stark verunsichert. Irgendwann bin auf den Begriff „Muttertät“ gestoßen. Wie erleichternd! Offensichtlich bin ich nicht die einzige Mama, die mit der neuen Situation so ihre Schwierigkeiten hat.
Was ist Muttertät?
Muttertät beschreibt den Entwicklungsprozess des Mutter-Werdens.
Er beginnt meist in der Schwangerschaft, verdichtet sich rund um die Geburt und setzt sich im ersten Jahr mit Baby, aber auch danach, fort.
In dieser Zeit verändern sich gleichzeitig:
- der Körper
- das Selbstbild
- Rollen und Erwartungen
- Beziehungen und Alltag
Dass sich das nicht nur schön, sondern auch herausfordernd anfühlt, ist ganz normal. Es ist Teil dieses Übergangs.
Körperbild in der Muttertät
Viele Frauen erleben ihren Körper in dieser Phase als fremd oder schwer einzuordnen.
Dankbarkeit für das Geleistete steht oft neben Trauer, Scham oder dem Wunsch, „wieder so zu werden wie früher“.
Für diese Ambivalenz gibt es im Alltag wenig Raum.
Dabei dürfen diese Gefühle nebeneinander existieren.
Essverhalten als Bewältigung
Auch das Essverhalten kann sich in der Muttertät verändern. Manche Frauen greifen stärker zu Essen, andere versuchen, Kontrolle auszuüben – oft, um mit Stress, Erschöpfung oder innerer Unsicherheit umzugehen.
Aus systemischer Sicht ist wichtig:
Essverhalten ist in dieser Phase häufig ein Versuch, Halt zu finden.
Nicht das Problem – sondern ein Signal.
Ein Raum für Mamas im ersten Jahr
Viele Frauen wünschen sich in dieser Zeit einen Ort,
- an dem sie nicht funktionieren müssen
- an dem Ambivalenz erlaubt ist
- an dem sie über Zweifel, Erschöpfung, Veränderung und auch Freude sprechen dürfen
Aus diesem Bedürfnis heraus ist meine Gruppe
„Von der Frau zur Mama“ entstanden.
Die Gruppe richtet sich an Mamas im ersten Jahr nach der Geburt.
Dein Baby ist willkommen – und gleichzeitig stehst du im Mittelpunkt.
Die Treffen finden vor Ort in der Hebammenpraxis Sternschnuppe statt und bieten einen geschützten Raum für Austausch, Orientierung und Verbindung im Übergang zur Mutterschaft.
Muttertät darf begleitet werden
Muttertät ist kein kurzer Abschnitt, den man „überstehen“ muss.
Sie ist ein Entwicklungsprozess, in dem Identität, Beziehungen, innere Werte und das eigene Selbstverständnis neu sortiert werden dürfen.
Begleitung bedeutet dabei nicht, Antworten vorzugeben –
sondern Raum zu schaffen, in dem dieser Wandel in deinem Tempo stattfinden kann
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Wenn du beim Lesen gemerkt hast, dass dich diese Themen gerade berühren, melde dich gern bei mir. Du kannst mir jederzeit über mein [Kontaktformular] schreiben – ganz unverbindlich. Ich freue mich von dir zu hören.
Alles Liebe,
Lena
Hier findet die Gruppe statt: https://hebammenpraxis-wiehl.de/von-der-frau-zur-mama/


